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Freitag, 1. April 2011

AROMA FETISCH - Hans im Glück am Montag, 11. April 2011, 19:00 Uhr

AROMA FETISCH
Hans im Glück am Montag, 11. April 2011, 19:00 Uhr

Köche: Ronald Hermann, Patrick Harz und Julien Mehmel


Wie immer:
Menu € 50,00
Getränk € 2,00
Bares am Abend.
Bitte Vegiansage.
slow - Prenzlauer Allee 205.
Buchung: slow@berliner-kochkurs.de



Ouvertüre
Feine
kleine
Leckereien
nur zum Beispiel
Fenchel, Kashmir-Safran
Artischocke gebraten, Pesto Verde
Sardische Pecorinotasche mit Erdbeerbaumhonig


Vorspeisen

Gefüllte Reisblätter, Mallorkinische Kräuterreduktion


Mini rund, Deko Artischockenblätter

Lila
Pulpo gelb gefüllt auf Gurke

Kartoffelquader, Kapernpaste, Wachtelei


Haupt
Rillette von zart confierter Kaninchenkeule
Vegi: in tomatisiertem Öl confierter Spargel

Buntes Gewürzrisotto vom Frühling mit dreierlei Zitrus
Kalt marinierte Zuckerschoten-Julienne


Dessert

Grüntee-Sorbet mit Blüte
Weiße Kaffeecrème mit Ananas-Coulis

Ronalds Kakaomasse mit Blauschimmelkäse

Montag, 28. März 2011

AROMA FETISCH ----- Hans im Glück ----- Mo. 11. April 2011 um 19:00 Uhr


Es kochen Ronald Hermann, Patrick Harz und Julien Mehmel


In zehn Stunden treffe ich mich bei Pasta Aglio & Olio und Malzbier zum ersten Sondierungsgespräch mit Ronald. Den Titel der Veranstaltung habe ich so gewählt, dass relativ klar sein sollte, womit wir uns dieses Mal auseinander setzen werden. Es geht in erster Linie darum, möglichst früh Ronalds aus Indien mitgebrachten Gewürzkoffer für Hans im Glück zu plündern. Hoffentlich rückt er noch mehr von seinem Kaschmir-Safran raus. Ich bin auch sehr gespannt, in welchen geschmacksmikroskopischen Sphären Patrick derzeit umherschwebt. Jules haben wir - zumindest in der Planung - die Rolle des "Executive Producer" zugeschoben. Er soll im Schweiße seines Angesichts dafür sorgen, dass die Aromaspinnereien am Ende auch in würdiger Form auf die Teller kommen können.

Mir schwebt ein kontrastreiches Menu vor, bei dem gern auch ein paar Gänge ins geschmackliche Extrem gehen dürfen. So ist der Plan. Schaumermal, was dabei herauskommt. Sobald die ersten Gänge stehen, werde ich sie an dieser Stelle veröffentlichen.

Es kann ab sofort über slow@berliner-kochkurs reserviert werden.
Menü pro Person 50,00 €
Getränke je 2,00 €

Donnerstag, 17. März 2011

Hans im Glück - Mo. 21. März 2011 um 19:00 Uhr

Eine kleine Änderung:
Am Montag wird Ronald Hermann für Jörg einspringen.


Ronald ist erst vor ein paar Tagen aus Indien zurückgekommen und hat einen dicken Koffer voller Gewürze und Kräuter mitgebracht. Wir sind sehr gespannt, was er davon ins Menu einbauen wird.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Revue passiert: Hans im Glück am 17. Mai 2010 im slow

Die Köche
Thomas Hartmann, Julien Mehmel und Ronald Hermann


Der Abend war ein wahres Fest. Wir hatten 22 wundervolle Gäste und zwei spätere Überraschungsgäste. Wie erwartet haben die Köche alles gegeben.

Zur Begrüßung gab es Toms Tramezzini mit Paprikapaste zum wunderbaren Secco von Georg Julius aus Rheinhessen.

Zum ersten Gang machte Ronald ein herrliches Steinbeißerfilet mit Cashew-Estragonpesto in Ciabattakruste auf gebratenem Spargelsalat. Die Röstnoten und die würzige Süße des Fischs stellten mit den nussigen Aromen einen ausgleichenden Kontrast zu dem säure- und bitterstoffbetonten Spargelsalat dar. Auch die Konsistenzen von Kruste, zartem Steinbeißerfilet und den knackigen Spargelscheiben boten dem Gaumen mit jedem Bissen eine Reise durch die Extreme zur perfekten Harmonie. Dazu tranken wir den Riesling Devonschiefer von Johannes Schmitz / Rebenhof.

Danach legte Jules transparente Ravioli auf die Teller, übergoß sie mit heißer Tomatenconsommée. Die Hülle der Ravioli löste sich auf und die Kräuter der Füllung schwammen effektvoll an die Oberfläche.

Das Staunen ging weiter, als Tom mit dem Gang kam, vor dem sich die meisten Gäste etwas gefürchtet hatten:
Gebackenes Pralinée vom Schweineohr und Sobrassada-Sesamcanapée mit Frankfurter Grüner Sauce. Das Pralinée war keineswegs glibberig. Im Gegenteil, das helldunkel marmorierte Innere war derart ästhetisch, daß außer Deb jeder seine Berührungsängste mit dem Schweineohr verlor und herzhaft hineinbiß. Die Konsistenz erwies sich als erstaunlich angenehm und vom Geschmack waren alle begeistert. Dazu gab es Espressobier von Brewbaker, einer kleinen Brauerei in Moabit.

Deb ist übrigens Vegetarierin und kam auch auf ihre Kosten. Ihre Gänge habe ich mir aber leider nicht gemerkt. Am Ende war sie jedenfalls genau so glücklich wie die anderen Gäste.

Ronald kannte ich bisher als einen äußerst harmonischen Koch. An diesem Abend ging er an die Grenzen. Wie beim ersten Gang erreichte er bei seiner Kalbsleberpraline im Pancettamantel mit Radicciokompott die perfekte Balance.

Nun war die Austernpause angesagt. Toms mit in Sake mariniertem Lachskaviar veredelte Fines de Claire wurden auf den Tisch gestellt. Wer wollte, war in die Küche eingeladen, um Entenmuscheln zu pulen.

Zur Erholung vor dem Hauptgang servierte Tom ein Himbeersorbet mit Zitronenmelisse.

Lammhals und Lammhüfte mit Blumenkohl-Safrancrème und Bratkartoffelwürfeln war angesagt. Hunger hatte zu diesem Zeitpunkt niemand mehr. Der war für diesen traumhaften Gang auch wirklich nicht nötig.

Die Köche dosierten die Portionen so perfekt, daß sich keiner der Gäste so richtig gegen Jules Zweierlei von der Mousse au Chocolat mit schwarzer Walnuß wehren wollte. Die in fünf Schichten eingesetzte Mousse ergab sehr hübsch gestreifte Nocken. Zum Glück war ordentlich Nachschlag da.

Zum Abschluß des Menüs bastelte Tom noch seinen klassischen Käsegang auf die Silberlöffel: Ein wundervoll schmonziger Ziegencamembert mit grüner Tomatenkonfitüre, Trüffelhonig und Salzmandel.


Irgendwann im Laufe des Abends kam gut gelaunt Boris Mehl aus den Ministergärten. Er hat dort an diesem Abend die Weinpräsentation der "Rheinhessen Connection" Landesvertretung Rheinland-Pfalz organisiert. Im Schlepptau hatte er den recht heiteren Winzer Michel Beck vom Hedesheimer Hof. Michael trug einen großen Karton mit zwölf seiner Weine unterm Arm, die wir unter seinen Erläuterungen probieren durften. Ich war beeindruckt.


Der Abend war ein wahres Fest für die staunend schlemmenden Gäste, die auch die feinsten Nuancen in jedem einzelnen Gang und bei jedem Wein wahrgenommen und verstanden haben - was die Köche sehr gefreut und animiert hat. Für die Köche und mich war es ein wahres Fest, diese wundervollen Menschen verwöhnen zu dürfen. Dafür herzlichen Dank an alle, die da waren.